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Geopfad Bad Schussenried

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Auf den Spuren der Eiszeit

Bad Schussenried liegt in einer Landschaft, die bis vor 20.000 Jahren unter einem dicken Eisschild lag, dem Ausläufer des gewaltigen Gletschers, der im Laufe von Jahrzentausenden aus den Alpen über das Rheintal bis ins nördliche Oberschwaben vorgestoßen war. Mit dem einsetzenden Klimawandel kam er hier zum Stillstand, erkennbar an dem Endmoränenwall, der Bad Schussenried wie einen Bogen umgibt.

Mit den milderen Temperaturen setzte das Abschmelzen des Gletschers ein und die enormen Eis-, Gesteins- und Schmelzwassermengen begannen ihre Gestaltungswerk, das am Ende dem südlichen Oberschwaben sein Gesicht gab.

Bad Schussenried bietet seit 2011 einen Geologischen Lehrpfad an, der sich an Einheimische und Touristen wendet, die Interesse an dieser eiszeitlichen Entstehungsgeschichte Oberschwabens haben.
Das Besondere an diesem Pfad ist, dass sich auf relativ kleinem Raum vielfältige Zeugnisse der Rückzugstätigkeit des Gletschers entdecken lassen. Ein Rundweg von 4 km führt den Wanderer zu den typischen geologischen Phänomenen. An insgesamt neun Stationen wird auf ansprechend gestalteten Informationstafeln erklärt, wie z.B. Moränen oder Toteislöcher entstanden sind, wie die Findlinge in die Gegend kamen, oder welche Bedeutung Gletschertore haben. Der Weg ist ohne größere Steigungen leicht begehbar.